Urs Wohler, Direktor der Tourismus Engadin Scuol Samnaun Val Müstair AG (TESSVM), will nicht nur davon reden, «die Kosten in den Griff zu bekommen», sondern aktiv etwas dafür tun. Die Hotels seiner Destination sollen in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit auch ohne Dumpingangebote über die Runden kommen. «Wir wollen einen Beitrag dazu leisten, unsere rund hundert Hotels in der ‹schwierigen Mitte› zu stärken», erklärt Wohler. «Ich kann nicht warten, bis einige unserer Hotels schliessen müssen.»
Wohler plant nun zwei Hotel-Offensiven. Einerseits will er eine zusätzliche Person in der Tourismusorganisation einstellen, die sich ausschliesslich um Hotels kümmert (die htr berichtete). Andererseits will er gewisse Prozesse in der Hotellerie bündeln. Beide Projekte hat er den Hoteliers präsentiert. Deren Reaktionen seien weitgehend positiv. Bis Ende März steht fest, ob die Projekte umgesetzt werden können.
Rundum-Betreuung für 2- und 3-Sterne-Hotels
Der Hotel-Support richtet sich vor allem an 2- und 3-Sterne-Hotels. Die oder der neue Hotel-Zuständige in der Tourismusorganisation soll den Hoteliers konkrete Hilfestellungen leisten. Etwa dabei, wie und wo sie ihr Haus effizient vermarkten können. Und welche Produkte erfolgsversprechend sind. Die Hoteliers sind während 42,5 Stunden wöchentlich betreut, der Support in technischen und anderen Fragen ist innerhalb von Stunden gewährleistet. Wohlers Ziel ist es, diese Stelle für vorerst drei Jahre zu finanzieren, danach soll sie selbsttragend sein. Er braucht noch Projektpartner, die mitfinanzieren: Es fehlen jährlich 15000 Franken, 20000 Franken bezahlt die TESSVM. Mindestens 20 Hotels müssen mitmachen, die bereit sind, monatlich 250 Franken für diese Dienstleistung zu bezahlen. Die Stelle wird mit 100000 Franken pro Jahr veranschlagt.
Jeder Hotelier macht das, was er am besten kann
Im zweiten Angebot geht es darum, Synergien unter Hotels zu schaffen und Prozesse zusammenzulegen. «Zum Beispiel ein gemeinsames Reservationssystem über STC», schlägt Wohler vor. Oder eine gemeinsame Mitarbeiterschulung. Wohler hat die Prozesse, getrennt nach «allgemein» und «individuell», aufgelistet. So sind etwa die Kalkulation, die Gästebetreuung vor Ort, die Angebotsgestaltung, der Content von Internet und Broschüren individuelle Prozesse. Der Einkauf und der Service hinter den Kulissen können gemeinsam organisiert werden. Wohler kann sich auch vorstellen, Anrufe und E-Mails zentral zu beantworten. «Jeder Hotelier übernimmt einen Prozess, er macht, was er am besten kann. So wird der Know-how-Transfer genutzt.» Der Hotelier kann seine freien Ressourcen dort einsetzen, wo die Prozesse differenzierend sind. Mindestens zehn Hoteliers müssen sich beteiligen, damit das Projekt steht.
Die Kantone wollen den Tourismus stärken. Doch sie tun sich schwer damit. Das zeigt exemplarisch Nidwalden auf: Dort steht das neue Gesetz vor dem Scheitern. 
Das Traditionshaus Hotel Orselina hoch über Locarno wird Ende Juni als Vier-Sterne-Superior Villa Orselina wiedereröffnet. Hotelier ist Christoph Schlosser.
Die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2015 in Mailand soll 23,1 Millionen Franken kosten. 8 Millionen davon sollen Sponsoren beitragen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Kreditbotschaft genehmigt.
Die vier Kantone der Gotthard-Region haben ihre Absicht zu einem gemeinsamen Auftritt an der Expo 2015 in Mailand bestätigt. Graubünden, Tessin, Uri und Wallis wollen zusammen einen 150 Quadratmeter grossen Bereich im Schweizer Pavillon belegen, wie sie am Mittwoch mitteilten.
Mit Valais/Wallis Promotion verfolgt der Kanton Wallis einen einzigartigen Lösungsansatz. Läuft alles nach Plan, kann die neue Vermarktungsorganisation 2013 loslegen. 
FDP und SVP machen ihre Drohung war: Sie wollen eine Volksabstimmung zum Bündner Tourismusabgabegesetz erzwingen. In Bern sorgt die Verdoppelung der Beherbergungstaxe für Zündstoff. 
Am 17. Juni entscheidet sich, ob im Kanton Schwyz ein Regionaler Naturpark entsteht. Das Projekt steht im Gegenwind. Vier Gemeindeversammlungen haben bereits abgelehnt. Und auch in den zehn Gemeinden, die nun an der Urne entscheiden, gibt es starke Opposition.
Mit Plakaten will der Bund die grossen Schweizer Pärke einem breiten Publikum bekannt machen. Umweltministerin Doris Leuthard hat am Dienstag die Kampagne lanciert und für die Pärke geworben.
Mit den Bauarbeiten zur Erweiterung des Nobelhotels Suvretta House in St. Moritz darf zumindest vorerst noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde gegen die Planungsänderung und die Rodungsbewilligung die aufschiebende Wirkung erteilt.





Einen Tag nachdem er definitiv ins Paddelboot umgestiegen war, hat der Bündner Rhein-Schwimmer Ernst Bromeis das Handtuch geworfen. Seine Gesundheit lasse die Weiterführung des Projekts, den gesamten Rhein zu durchschwimmen, nicht mehr zu, teilte Schweiz Tourismus am Dienstag mit.
Orte mit massivem Immobilienboom und entsprechend steigenden Wohnpreisen sind laut dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz» häufig auch die mit der besten Lebensqualität. An der Spitze ist Zürich, gefolgt von Zug und Aufsteiger Bern.