Taktische Manöver, strategische Allianzen und Absprachen hinter verschlossenen Türen: Bei den Parteien laufen die Vorbereitungen für die Bundesratswahlen vom 22.September auf Hochtouren. Wer die Nachfolge von Bundesrat Moritz Leuenberger (SP) und Bundesrat Hans-Rudolf Merz (FDP) antritt, entscheidet sich am Mittwoch in der zweiten Sessionswoche. Offiziell stehen sechs Kandidaten zur Wahl: Simonetta Sommaruga und Jacqueline Fehr (beide SP), Karin Keller-Suter und Johann Schneider-Amman (beide FDP), Jean-François Rime (SVP) und Brigit Wyss (Grüne).
Interessant für die Tourismuswirtschaft dürfte nebst der Wahl auch die künftige Verteilung der Departemente sein. Schliesslich wird CVP-Bundesrätin Doris Leuthard nachgesagt, dass sie gerne vom Volkswirtschaftsdepartement (EVD) ins frei werdende Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) wechseln möchte. Die tourismuspolitischen Geschäfte lägen dann nicht mehr in ihrer Hand. SP und FDP könnten dies aber verhindern. Glaubt man den neusten Spekulationen, haben die zwei Parteien ein Wahl-Päckli geschnürt. Sie wollen sich gegenseitig unterstützen, um das Uvek und das Finanzdepartement in den eigenen Reihen zu behalten. Entgegen der landläufigen Meinung hängt die Departementsverteilung nämlich nicht nur vom Anciennitätsprinzip ab. Die Mitglieder der Landesregierung können ihre Wünsche zwar in der Reihenfolge ihres Amtsalters vorbringen. Eine Departementsrochade braucht aber immer auch einen Beschluss des Gesamtbundesrats. SP und FDP stellen zurzeit vier der sieben Bundesräte.
Doch was passiert, wenn die Allianz zerbricht und die CVP-Strategen ihre gewünschte Rochade herbeiführen können? Dann geht das Volkswirtschaftsdepartement entweder an die neue SP-Vertreterin oder an Ueli Maurer (SVP), der bereits mit einem Departementswechsel gedroht hat, wenn die Schweizer Armee nicht ausreichend finanziert wird. Wechselt Maurer, bleibt der SP die Armee.
Es waren gute fünf Jahre. Sie sind vergangen wie im Flug. Trotzdem ist jetzt die Zeit für mich gekommen, «Adieu, hotel revue» zu sagen. Denn man soll, an diesen Grundsatz glaube ich, aufhören, wenn es am schönsten ist.
Einen Tag nach Obwalden hat auch die Nidwaldner Regierung nach dem Vernehmlassungsverfahren das neue Tourismusförderungsgesetz optimiert und dem Landrat überwiesen. Im Vergleich zum ersten Entwurf sollen Hoteliers und Zweitwohnungsbesitzer entlastet werden.
Der Verkehrs-Club der Schweiz (VCS) empfiehlt die Volksinitiative «Schluss mit uferlosem Bau von Zweitwohnungen» zur Annahme. Der Freizeitverkehr in die Berggebiete stelle ein ernsthaftes Problem dar, so die Argumentation.

Im Rennen um die Übernahme der bekannten Therme Vals hat Stararchitekt Peter Zumthor einen Teilsieg errungen. Der Gemeinderat von Vals empfiehlt den Stimmberechtigten die Annahme des Angebots von Zumthors Interessengemeinschaft.
Für den Kurzaufenthalt eine Wohnung statt ein Hotelzimmer: die Plattform Housetrip.com macht's möglich - auch in der Schweiz.
Boutique-Hotels sind im Trend. Allerdings ist es nicht ganz einfach, die kleinen Häuser mit dem gewissen Etwas rentabel zu betreiben.
Im Seilziehen um die berühmte Therme in Vals (GR) hat am Dienstag eine Gruppe Einheimischer ein Kaufangebot angekündigt. Beteiligt ist der ehemalige Verwaltungsratspräsident der Therme, Pius Truffer. Damit wetteifern nun drei Parteien um das Bad.
Die Obwaldner Regierung hat das neue Tourismusgesetz und die Tourismusverordnung dem Kantonsrat überwiesen. Gegenüber dem ersten Entwurf werden die Beherberger deutlich entlastet. Dagegen wird die Restauration höher belastet. Die Vorlage wird im März 2012 beraten.





Die Schweizer Käsebranche hat dem starken Franken getrotzt und 2011 mehr Käse exportiert als im Vorjahr. Zugelegt haben vor allem kleine Spezialitäten wie Berg- und Alpkäse. Die bekannten Sorten wie Appenzeller hingegen büssten ein.
Die Bündner Regierung empfiehlt die Ablehnung der Volksinitiative zur Einschränkung des Zweitwohnungsbaus. Das Volksbegehren, das den Anteil der Ferienwohnungen in jeder Gemeinde auf 20 Prozent beschränken will, schiesse weit über das Ziel hinaus.