Wer ein Thermalbad aufsucht, will für seine Gesundheit etwas Gutes tun. Glaubt man einem Test des «Kassensturz» von 12 Thermal- und Wellnessbädern in der Schweiz, ist dies nicht in jedem Fall gewährleistet. In einzelnen Bädern wurde eine zu hohe Harnstoffkonzentration gemessen, und im Bad Bogn Engiadina in Scuol wurden sogar gesundheitsgefährdende Legionellen-Bakterien festgestellt.
Dies sei auf eine Verstopfung in der Wasserzuleitung von aussen ins Haus und zum beanstandeten Beckensystem zurückzuführen, welche rund zwei Tage vor der Testentnahme im November 2011 auftrat, erklärt Philipp Gunzinger, Direktor des Bogn Engiadina Scuol. «Das verstopfte Leitungsstück wurde durch unsere Techniker sofort ausgebaut und ersetzt.» Bei der Freispülung gelangte jedoch durch die Massierung von porösen Partikeln möglicherweise eine erhöhte Zahl von Legionellen ins Beckenwassersystem. Noch am Tag der Benachrichtigung durch den Kassensturz sei das kantonale Labor gebeten worden, durch eine Nachkontrolle die Wirksamkeit der Verfahren zu prüfen. Dies sei innert zwei Tagen erfolgt, mit einem sehr guten Ergebnis. Vergangene Woche, als der Kassensturz-Beitrag ausgestrahlt wurde, sei in Scuol kein Besucherrückgang festgestellt worden.
Fachbewilligung als Vorschrift
In Sachen Hygienevorschriften sind die öffentlichen Hallenbäder und Freibäder den Hotelbädern rechtlich gleichgestellt. Zur Anwendung gelangt die «Verordnung des EDI über die Fachbewilligung für die Desinfektion des Badewassers in Gemeinschaftsbädern». In Artikel 1 ist festgehalten, dass «wer beruflich oder gewerblich Verfahren anwendet oder Mittel verwendet, welche zur Desinfektion von Badewasser in Gemeinschaftsbädern dienen», eine Fachbewilligung benötigt. Das heisst, dass in Betrieben, welche über ein Bad verfügen, jemand über eine entsprechende Fachbewilligung verfügen muss. Dies ist seit 2007 zwingend vorgeschrieben. Seit etwa fünf Jahren werden von verschiedenen Institutionen Kurse und Prüfungen angeboten.
In welcher Weise aber die entsprechend ausgebildeten Personen die Wasserqualität der Bäder prüfen müssen, ist gemäss David Stirnimann, Projektleiter Rechtsdienst bei hotelleriesuisse, momentan noch kantonal geregelt.
«Die verantwortliche Person ist zur Selbstkontrolle und zur Einhaltung der vorgeschriebenen Toleranzwerte verpflichtet», steht etwa in der Bäderverordnung des Kantons St.Gallen. Die Selbstkontrolle beinhaltet mikrobiologische, physikalische und chemische Untersuchungen des Badewassers sowie das Führen einer Dokumentation.
Hotellerie strebt national gültige Standards an
Im Kanton Zürich verlangt das Kantonale Labor, dass das Wasser an Badetagen zweimal täglich auf den Gehalt des verwendeten Entkeimungsmittels sowie den pH-Wert zu überprüfen sei. Die Ergebnisse müssen in ein Kontrollbuch eingetragen werden, welches dem Kantonschemiker auf Verlangen vorzuweisen ist. Überwacht wird die Einhaltung der Wasserhygiene jeweils von den kantonalen Behörden.
In Zukunft soll die Hotellerie über national gültige Standards verführen. Denn es wurde die Leitlinie «Gute Verfahrenspraxis im Gastgewerbe» erarbeitet. Diese muss nun noch durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) genehmigt werden.
Die Schweizer Hotels verzeichneten im Vorjahr 2 Prozent weniger Logiernächte als 2010. Für Lichtblicke sorgten die loyalen Schweizer und immer mehr Gäste aus China.
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Der Bundesrat will die Gelder für die Förderung von Innovationen aufstocken. Er hat das Volkswirtschaftsdepartement am Mittwoch ermächtigt, für 2012 zusätzliche Mittel in der Höhe von 60 Millionen Franken zu beantragen.
Die von economiesuisse geforderte öffentlich-private Finanzierung einer zweiten Gotthard-Röhre stösst beim Bund auf Widerstand. Der in einer Studie vorgeschlagene Tunnelzoll sei sehr schwierig durchsetzbar und für die Automobilisten nicht attraktiv.
Europas grösster Hotelkonzern Accor setzt seinen Aufwärtstrend fort. Im vergangenen Jahr verbuchte das französische Unternehmen dank einer starken Nachfrage und gestiegener Zimmerpreise deutlich höhere Gewinne.
Um Synergien zu nutzen und die Ausstrahlung der Region Bern und des Berner Oberlands im Ausland zu stärken, gehen die Berner Fluggesellschaft SkyWork Airlines und die Tourismusorganisationen von Bern, Interlaken und Jungfrau eine Zusammenarbeit ein.





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