Einst war das Tessin für Deutsche die sommerliche Sehnsuchtsdestination schlechthin. Tempi passati! In zwei Jahrzehnten ging die Zahl der Logiernächte deutscher Gäste dramatisch zurück: Von 610331 im Jahr 1992 auf 263770 im Jahr 2011. Ein Minus von 56,8% wie das Observatorium für den Tourismus an der Uni Lugano festhält. Es handelt sich um die erste umfassende wissenschaftliche Studie zu den quantitativen Entwicklungen im Tessiner Sommertourismus seit Gründung des Observatoriums vor einem Jahr.
Lago Maggiore bei Deutschschweizern beliebter
Die Studie zeigt, dass vor allem das Luganese und die dortige Hotellerie unter dem touristischen Aderlass gelitten hat. Denn neben den Deutschen blieben vermehrt auch die Deutschschweizer fern, so dass ein globales Minus von 40% bei den Hotelübernachtungen in den letzten 20 Jahren resultiert. Die Zahl der Hotels schrumpfte allein seit 2005 von 152 auf 124.
Besser kommt die Region Lago Maggiore mitsamt angrenzenden Tälern weg. Die Gäste aus der Deutschschweiz blieben dieser Region einigermassen treu und konnten den Einbruch im deutschen Markt etwas abdämpfen. Gleichwohl resultiert ein Minus von 17% an Logiernächten in 20 Jahren. Das Luganese und Locarnese generieren zusammen im Übrigen fast 90% der Logiernächte in den vier Tessiner Destinationen. Die Bedeutung von Bellinzona und Mendrisio ist folglich marginal.
Trotz des starken Rückgangs bleibt Deutschland für die Tessiner Hotels der wichtigste Quellmarkt unter den Ausländern. Im Sommer 2011 stellten die Deutschen 15,3% aller Gäste, gefolgt von Italienern mit 5,6%. Der Löwenanteil stammt aus der Schweiz (58,8%). Gegenüber der Troika aus Deutschschweiz, Deutschland und Italien nehmen sich alle andere Quellmärkte bescheiden aus, auch wenn bei den BRIC-Ländern auf tiefem Niveau grosse Zuwachsraten zu verzeichnen sind. Die Zahl der Gäste aus China hat sich seit 2000 versechsfacht.
Italiener reagieren weniger sensibel auf Währungsrelation
Die Studie zeigt auch, dass die Deutschen sehr sensibel auf die Währungsentwicklung Euro/Franken reagieren und die Preiserhöhungen in der Hotellerie schlecht verdauen. Für die italienischen Gäste sind diese Aspekte weniger wichtig. Erstaunlich ist, dass Italiener im Tourismus des Locarnese praktisch keine Rolle spielen und sich ihre Präsenz fast nur auf das Luganese konzentriert. «Dies sollte uns zu denken geben», kommentiert Charles Barras, Vizedirektor von Ticino Turismo den Befund. Wichtig findet er auch eine weitere Erkenntnis des Berichts: Die Parahotellerie - Ferienwohnungen, Campingplätze, Berghütten - generiert zirka 45% aller touristischen Übernachtungen, die Hotellerie ihrerseits 55%. «Dies zeigt, dass das Phänomen Tourismus weit über die monatliche Statistik der Logiernächte in Hotels hinaus reicht», so Barras.
Die Kantone wollen den Tourismus stärken. Doch sie tun sich schwer damit. Das zeigt exemplarisch Nidwalden auf: Dort steht das neue Gesetz vor dem Scheitern. 
Das Traditionshaus Hotel Orselina hoch über Locarno wird Ende Juni als Vier-Sterne-Superior Villa Orselina wiedereröffnet. Hotelier ist Christoph Schlosser.
Die Teilnahme der Schweiz an der Weltausstellung 2015 in Mailand soll 23,1 Millionen Franken kosten. 8 Millionen davon sollen Sponsoren beitragen. Der Bundesrat hat am Mittwoch die Kreditbotschaft genehmigt.
Die vier Kantone der Gotthard-Region haben ihre Absicht zu einem gemeinsamen Auftritt an der Expo 2015 in Mailand bestätigt. Graubünden, Tessin, Uri und Wallis wollen zusammen einen 150 Quadratmeter grossen Bereich im Schweizer Pavillon belegen, wie sie am Mittwoch mitteilten.
Mit Valais/Wallis Promotion verfolgt der Kanton Wallis einen einzigartigen Lösungsansatz. Läuft alles nach Plan, kann die neue Vermarktungsorganisation 2013 loslegen. 
FDP und SVP machen ihre Drohung war: Sie wollen eine Volksabstimmung zum Bündner Tourismusabgabegesetz erzwingen. In Bern sorgt die Verdoppelung der Beherbergungstaxe für Zündstoff. 
Am 17. Juni entscheidet sich, ob im Kanton Schwyz ein Regionaler Naturpark entsteht. Das Projekt steht im Gegenwind. Vier Gemeindeversammlungen haben bereits abgelehnt. Und auch in den zehn Gemeinden, die nun an der Urne entscheiden, gibt es starke Opposition.
Mit Plakaten will der Bund die grossen Schweizer Pärke einem breiten Publikum bekannt machen. Umweltministerin Doris Leuthard hat am Dienstag die Kampagne lanciert und für die Pärke geworben.
Mit den Bauarbeiten zur Erweiterung des Nobelhotels Suvretta House in St. Moritz darf zumindest vorerst noch nicht begonnen werden. Das Bundesgericht hat der Beschwerde gegen die Planungsänderung und die Rodungsbewilligung die aufschiebende Wirkung erteilt.





Einen Tag nachdem er definitiv ins Paddelboot umgestiegen war, hat der Bündner Rhein-Schwimmer Ernst Bromeis das Handtuch geworfen. Seine Gesundheit lasse die Weiterführung des Projekts, den gesamten Rhein zu durchschwimmen, nicht mehr zu, teilte Schweiz Tourismus am Dienstag mit.
Orte mit massivem Immobilienboom und entsprechend steigenden Wohnpreisen sind laut dem Wirtschaftsmagazin «Bilanz» häufig auch die mit der besten Lebensqualität. An der Spitze ist Zürich, gefolgt von Zug und Aufsteiger Bern.