frankenstärke
22.02.2012 11:09:21
Bundesrat will KTI-Gelder aufstocken
(© fotolia)
Der Bundesrat will die Gelder für die Förderung von Innovationen aufstocken. Er hat das Volkswirtschaftsdepartement am Mittwoch ermächtigt, für 2012 zusätzliche Mittel in der Höhe von 60 Millionen Franken zu beantragen.

Der Grund dafür ist, das viele Firmen vom Innovationsprogramm des Bundes im Kampf gegen den starken Franken profitieren wollen. Die Aufstockung der Gelder sei nötig, um die Auswirkungen des Sonderprogramms zur Innovationsförderung und den Zahlungsrückstau bei der regulären Projektförderung bewältigen zu können, schreibt das Volkswirtschaftsdepartement (EVD).

Das Parlament hatte letzten Herbst im Rahmen des Franken-Massnahmenpakets 100 Millionen für die Innovationsförderung bewilligt. Die Nachfrage war enorm: Unternehmen und Forschungsinstitutionen reichten bei der Kommission für Technologie und Innovation (KTI) 1064 Gesuche ein, wie diese jüngst mitteilte (siehe auch Artikel oben rechts).

Weil viele Gesuche nicht bearbeitet werden konnten, forderte die KTI zusätzliche Mittel. Der Bundesrat entspricht nun diesem Anliegen. Die Fördergelder hätten in der Schweiz eine grosse Innovationswelle ausgelöst, hält er fest. Die 100 Millionen Franken hätten nur für die Bearbeitung von rund der Hälfte der eingegangenen Gesuche gereicht.

Der Bundesrat beantragt nun einen Zusatzkredit von 40 Millionen Franken im Nachtrag zum Budget. Zudem beantragt er eine Aufstockung des Voranschlagskredits von 20 Millionen Franken für die reguläre Projektförderung. Regulär stehen der KTI jeweils rund 100 Millionen Franken für Forschung- und Entwicklungsprojekte zur Verfügung.

Das Parlament wird über die Zusatzgelder in der Sommersession beraten. Die Wirtschaftskommissionen der Räte hatten gefordert, dass der Bundesrat dem Parlament Vorschläge für zusätzliche Innovationsförderung unterbreitet. (npa/sda)

 

  
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