Küssnacht hiess bis Ende 2003 Küssnacht am Rigi, was beweist, dass sich die Stadt nicht ausschliesslich über die Hohle Gasse oder die Gesslerburg definierte. Zur Zeit, als unser Stich entstand, war Gesundheit als Werbemittel wichtiger als Geschichte: Man lockte die Gäste an den See, um ihnen eine «moderne» Kur zu verkaufen. Raffiniert hat der Künstler die Seesicht geschildert. Da es nicht möglich war, die Kirche, die Pension Mon Séjour - wahrscheinlich ein Stück des heutigen Hotel du Lac Seehof - und das Panorama des Vierwaldstätter Sees in dieselbe Ansicht zu bringen, hat er das Seepanorama auf ein Spruchband gezeichnet und es so raffiniert in den Stich eingesetzt, dass man glaubt, der See umgebe Küssnacht auch von oben.
So wird der Himmel zu Wasser, was der Kneipp Kur umso besser dient! Mitte der 1850er Jahre entdeckte Pfarrer Sebastian Kneipp die Heilkraft des kalten Wassers. Trotz vehementen Gegnern, die nicht einmal vor Brandstiftung zurückschreckten, setzte sich das Kneipp System im Laufe der Jahrzehnte durch. Das Geheimnis der Kur? Kneipp schrieb vor mehr als hundert Jahren: «Die Bewegung erhöht die Lebenslust und hilft dem Menschen durch die Stärkung seines Körpers.» Zur Bewegung gehörte das Gehen im kalten Wasser und das Lüften der Räume, besonders der Schlafräume, deren Lufttemperatur nicht über 15°C sein sollte. Im Hotel Mon Séjour war dies offenbar der Fall...
Wie immer zeigt das Bild noch etwas Ortstypisches: Wenn man aufmerksam hinsieht, entdeckt man am See ein gedecktes Plätzchen, wo der Fischer seine Netze aufhängen konnte. Dies verweist auf ein altes Fischereirecht aus dem Mittelalter, das den Klöstern von Engelberg und Luzern vorbehalten war. Ja, damals war es Sitte, freitags Fisch aufzutischen. «Der Weg zur Gesundheit führt durch die Küche und nicht durch die Apotheke», lehrte Kneipp!
Die Kantone wollen den Tourismus stärken. Doch sie tun sich schwer damit. Das zeigt exemplarisch Nidwalden auf: Dort steht das neue Gesetz vor dem Scheitern. 
Das Traditionshaus Hotel Orselina hoch über Locarno wird Ende Juni als Vier-Sterne-Superior Villa Orselina wiedereröffnet. Hotelier ist Christoph Schlosser.
Roland Zegg von Grischconsulta ist überzeugt: Der Sommer in der Schweiz hat Zukunft. Nun brauche es passende Angebote. 
«Kreativ sein» heisst das Motto in Graubünden, im Berner Oberland und Wallis diesen Sommer. Die Hotels locken die Gäste mit speziellen Angeboten. 
Der Klimawandel betrifft nicht nur den Winter, sondern auch den Sommer. Nicht nur im negativen Sinne - doch gilt es, die positive Auswirkung «Sommerfrische» gezielt zu vermarkten. 
In diesem Sommer fokussieren die Schweizer Tourismusverantwortlichen vor allem auf den Inland-Markt. Alle Touristiker rechnen mit einem Logiernächte-Minus. 
Bergbahnen setzen vermehrt auf das Sommergeschäft. Sie forcieren es mit innovativen Produkten und Preisvergünstigungen. 
In den Nachbarländern steigt die Zahl der Sommer-Logiernächte. Österreich setzt auf Wandern und Geniessen, Südtirol auf alpine Kompetenz und Bayern auf Aktivurlaub. 
Tee mit Milch, Sirup - und vielen kleinen Kügelchen: «Bubble Tea» ist in Asien und auch Deutschland längst Kult. Jetzt ist das Trendgetränk auch in der Schweiz angekommen.
Bis am Sonntag kocht die griechische Kochelite am Festival «Sani Gourmet 2012» auf der Halbinsel Chalkidiki. Einer der Starköche ist Nikos Boukis vom «Selene» auf Santorini 




Die htr hotel revue veröffentlicht jede Woche ein historisches Sujet aus dem Hotelarchiv Schweiz. Hier finden Sie weitere Informationen.
Das besondere Konzept Der neu eröffnete «Kosher Classroom» in Berlin zelebriert jeden Freitag ein Shabbat-Dinner mit traditionellen Segenssprüchen.
Sie nennen sich «Kafi Dihei», Pension Frau Meise, Kunstkaffeehaus Que Sera und haben eines gemeinsam: Sie heissen ihre Gäste im Retro-Chic willkommen.